Vertrauensbruch in einer Beziehung

Vertrauensbruch

Gastartikel von Anna Hirschmann von Beziehung-retten-Guru

Vertrauensbruch in einer Beziehung

Ein Vertrauensbruch kann eine starke Belastungsprobe für eine Beziehung sein. Die Beziehung kann daran kaputt gehen, weil der Vertrauensverlust zu schwerwiegend und die Enttäuschung zu groß ist. Das kann für beide Parts eine schwierige Angelegenheit werden. Der Betrogene lässt aus seiner Frustration heraus den Partner nicht mehr an sich heran. Klar, wir würden niemals erwarten, dass unser geliebter Partner uns solch ein Unrecht antut. Wir sind furchtbar enttäuscht, zutiefst verletzt und auch wütend. Zurecht. Wir ziehen uns also vom Partner zurück. Ob wir verzeihen können, wissen wir noch nicht. Wir wissen eigentlich gar nichts, außer dass wir unglaublich wütend sind.

Und der „Betrüger“? Der nimmt die Distanzierung als Rücktritt von der Beziehung wahr und zieht sich ebenfalls zurück. Es entsteht ein unbewusstes Gegeneinander anstatt ein Füreinander.  Eine Beziehungskrise oder eine Trennung sind praktisch vorprogrammiert.

Doch es gibt auch Wege, das Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufzubauen und der Beziehung eine neue Chance zu geben. Und die Partnerschaft profitiert, da die Bindung stärker denn je sein wird. Dabei hängt es natürlich auch davon ab, wie belastend der Vertrauensbruch für den Partner ist und ob er bereit ist, zu verzeihen. 

Aber wie funktioniert das? Wie stellt man verlorenes Vertrauen wieder her?

Wie kommt es zum Vertrauensbruch?

Das Vertrauen stellt eine wichtige Grundlage für eine gefestigte Beziehung dar. Ohne Vertrauen wären wir kaum fähig, eine Beziehung zu führen. Wir würden unseren Partner kontrollieren und äußerst eifersüchtig sein, oder erst gar keine Beziehung eingehen.

Das Vertrauen zum Partner ist daher ein großer Schritt und kann als Liebesbeweis eingestuft werden, da man das Risiko eingeht, hintergangen und enttäuscht zu werden.

Umso schlimmer ist es dann, wenn das Vertrauen tatsächlich missbraucht wird. Da das Vertrauen und die Liebe so eng im Zusammenhang stehen, wird oft auch die Liebe in Frage gestellt, obwohl der Partner die Liebe trotz Vertrauensbruch nie angezweifelt hat.

Vertrauensbrüche sind menschlich. Und da wir alle nur Menschen sind, kann das natürlich in den besten Beziehungen vorkommen. Wie schwerwiegend der Vertrauensbruch ist, kann man nur von den Bedingungen abhängig machen, unter denen der Vertrauensbruch stattfand.

  • Hat er auf einen Vertrauensbruch abgezielt?
  • War es eher ein Versehen und ohne schlechten Absichten?
  • Ist der Vertrauensbruch schon ein Dauerthema?

Meist gibt es auch eine Vorgeschichte, die einen dazu verleitet, den Partner anzulügen und zu hintergehen.

  • Fühlt man sich vom Partner unter Druck gesetzt?
  • Ist es die Angst, den Partner zu verletzen?
  • Oder ist es das Gefühl, nicht verstanden zu werden?

Die Antwort darauf findet jeder nur für sich heraus. Und hat man erstmal die eigenen Beweggründe analysiert, kann man ansetzen, die Beziehung zu verbessern.

Vertrauen aufbauen braucht viel Zeit und Ausdauer

Um das Vertrauen vom Partner wieder zu gewinnen, ist es wichtig, ihm erstmal Freiraum zu geben. So ist er in der Lage, über die ganze Sache nachzudenken und sich über die eigenen Gefühle klarzuwerden. Drängt man den Partner zu einer Entscheidung oder einem klärenden Gespräch, kann dieser möglicherweise eine voreilige Entscheidung treffen, die er später bereut. Wir kennen das ja alle, wenn wir in unserer Gefühlsduselei eine Entscheidung treffen und nach einiger Zeit aus neutraler Sicht anders gehandelt hätten. Fragen, dessen Beantwortung nicht von heute auf morgen erfolgen kann, sollten mit Behutsamkeit und Geduld angegangen werden.

Daher ist es wichtig, seinem Partner die Möglichkeit zu geben, das Tempo zu bestimmen.

Vertrauen ist ein wichtiges Fundament in einer Beziehung. Wird dieses Fundament beschädigt, muss es von Grund auf neu aufgebaut werden. Jeder kleinste Fehltritt kann dann das zerbrechliche Fundament zum einstürzen bringen.

Mit den folgenden Tipps kann die Partnerschaft basierend auf neuem Vertrauen gefestigt werden.

Fehler eingestehen

Bekommt der Partner zu verstehen, dass man zu seinen Taten steht und sie aufrichtig bereut, ist das der erste Schritt in Richtung neues Vertrauen fassen.

Miteinander kommunizieren

Mit dem Partner über seine Beweggründe des Vertrauensbruch zu sprechen, führt dazu, dass er dir mit Verständnis entgegenkommen kann. Lernt man, mit dem Partner auch über unangenehme Dinge zu sprechen, können Vertrauensbrüche vermieden werden.

Sich aufeinander verlassen können

Es ist wirklich ein schönes Gefühl, jemanden an seiner Seite zu wissen, auf den man stets zählen kann, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind. Hält man sich an Abmachungen, zeigt man dem Partner seinen guten Willen, etwas verbessern zu wollen.

Keine Geheimnisse

Geheimnisse und Heimlichtuereien sollten vermieden werden, um das neu gewonnene Vertrauen nicht zu zerstören.

Ein Vertrauensbruch kann eine Herausforderung für die Partnerschaft und für die Liebe sein. Er kann eine tiefe Kluft zwischen den Partnern schaffen bis eine Trennung in Betracht gezogen wird. Doch ein Vertrauensbruch kann ebenso eine Chance auf einen Neuanfang der Beziehung sein. Wichtig dabei ist, die Fehler einzugestehen und gewillt zu sein, in der Zukunft etwas verändern zu wollen.

 

VertrauensbruchDieser Artikel ist ein Gastartikel von Anna Hirschmann. Sie betreibt den Blog beziehung-retten-guru mit interessanten Tipps bei Beziehungskrisen

2 Comments

  • Detlef

    Reply Reply 6. März 2018

    Der gelungene und hilfreiche Artikel macht deutlich, wie sehr ein Vertrauensbruch eine Beziehung belasten oder sogar ihr Ende bedeuten kann. Zeigt aber anderseits auch Wege aus der Krise auf…

    • Manuela

      Reply Reply 8. März 2018

      Danke Detlef für dienen Kommentar, gerne gebe ich ihn an die Gastautorin weiter.

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