Partnersuche – Frau sucht Mann oder doch nicht?

Partnersuche

Wie Frauen sich bei der Partnersuche selbst im Weg stehen

Es gibt immer mehr Singlefrauen, die zu mir kommen, und sich nichts sehnlicher wünschen, als wieder eine Beziehung zu führen. Einige von ihnen suchen auf Dating Portalen, ziehen sich dort aber auch schnell wieder zurück. In ihrem Alltag treffen sie überhaupt keine Männer, die für eine Partnerschaft in Frage kommen. Und die Männer, die ihnen gefallen, sind schon vergeben oder schwul.

Diese 7 Suchmuster zeigen mir, wenn die Frau verzweifelt auf der Suche nach jemandem ist, den es auf der ganzen Welt nicht gibt.

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  1. Die Suche nach der Dualseele

Gerade in spirituellen Kreisen tut es ein einfacher Mann nicht mehr. Da muss mindestens die Dualseele her. Es muss alles harmonisch gehen und der Partner muss sich „richtig“ anfühlen. Als theoretische Grundlage dienen z.B.  Platons Kugelmenschen oder sie suchen ihre zweite Hälfte, die sie vervollständigen soll.

Am Ende stehen diese Frauen frustriert vor mir und fragen mich, warum es einfach nicht klappt mit den Männern. Fakt ist, dass kein normaler Mensch diese Ansprüche erfüllen kann. Selbst wenn es sich am Anfang so anfühlt, wird aus der Dualseele mit der Zeit eben doch wieder „nur“ ein Mann.

Oft geht es hier um etwas ganz anderes, nämlich um einen viel zu frühen Verlust eines Menschen aus dem eigenen System. Das kann z.B. ein  früh verstorbenes Geschwister. Wir stecken dann in einer Sehnsucht fest, die nie ans Ziel kommt, weil das was wir suchen nicht mehr da ist. Das alles passiert natürlich komplett unbewusst. Sobald sich uns dieser Zusammenhang jedoch erschließt, können wir diesen Verlust klar von der Suche nach einem Partner trennen. Und dann reicht auch ein ganz normaler Mann für eine glückliche Beziehung.

  1. Die männliche Frau

Die erfolgreiche Businessfrau möchte sich auf keinen Fall mit einem Mann zufrieden geben, der sie bevormunden möchte. Sie hasst diese Hinweise, dass Männer gelobt werden müssen wie Kinder, die immer Aufmerksamkeit brauchen für das, was sie gerade tun. Diese Frauen sind oft die „besseren“ und auf jeden Fall härteren Männer. Sie neigen dazu grundsätzlich schlecht über Männer zu sprechen. Es klingt sogar fast so, als verachten sie die Männer. Mit ihrer sehr dominanten Art ziehen sie sogar gerade die unterwürfigen Männer an. Die sind es aber, die ihnen ganz besonders auf die Nerven gehen.

Diese Frauen haben den Platz an ihrer Seite eigentlich schon selbst besetzt. Sie brauchen keinen Partner und schon gar keinen Mann.  Erst, wenn sie sich erlauben, weicher zu werden und mehr Weiblichkeit zu zu lassen, kann es klappen mit einer Beziehung. Erst dann fühlen sich auch die starken Männer zu ihnen hingezogen.

  1. Alleinerziehende Mutter sucht Vater für ihre Kinder

Der Vater ihrer Kinder war definitiv ein Versager, so ist die Meinung dieser Frauen über den Ex-Partner. Er hat sie selbst verletzt und soll am besten auch den Kindern nicht mehr zu nahe kommen. Nun soll endlich ein richtiger Mann und Vater für die Kinder her.

Leider übersehen diese Frauen, dass ihre Kinder bereits einen Vater haben. Dieser Mann ist sogar der einzig mögliche Vater für sie. Sie schaden ihren Kindern dadurch, dass sie den Vater schlecht machen. Eine neue Beziehung hat erst dann eine Chance glücklich zu werden, wenn der Vater der Kinder geachtet wird. Egal was er getan hat. Das ist manchmal sehr hart und erfordert viel Stärke und Liebe zu den Kindern. Aber für diese lohnt es sich. Als Mutter tun wir gut daran, etwas Gutes an ihm zu finden, denn er steckt zur Hälfte in ihnen.

Und auch für einen möglichen neuen Partner ist es leichter sich zu nähern, wenn er spürt, dass diese Frau auch mit dem Ex-Partner wertschätzend umgeht. Außerdem entlastet es ihn, in der Beziehung zu den „Stiefkindern“. Er kann freier und entspannter mit ihnen umgehen, denn er muss niemand sein, der er nicht ist.

  1. Verletzungen aus vergangenen Beziehung

Manche Frauen haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht in ihren früheren Beziehungen. Sie sind extrem leicht verletzt und verhalten sich wie beleidigte Leberwürste, die schnell einschnappen und sich dann komplett zurück ziehen. Natürlich tun sie dies aus Angst vor neuen Verletzungen und um sich selbst zu schützen. Von dem potentiellen Partner erwarten sie nun, dass er sich auf eine bestimmte, nicht klar definierte Art und Weise verhalten soll, sonst lassen sie sich gar nicht erst auf ihn ein. Sie verstecken sich in ihrem inneren Hochsicherheitstrakt und erwarten vom Mann, dass er die genauen Regeln kennt und sich entsprechend verhält.

Das klappt allerdings nie, denn der Mann kann nicht hell sehen und auch keine Gedanken lesen. Eine erwachsene Frau hat die Möglichkeit, klar zu formulieren, was sie möchte. Hier liegt ihre Lernaufgabe. Auf diesem Weg wird sie auch  die alten Verletzungen hervor holen und im besten Falle heilen. Es ist übrigens der einzige Weg, die Verletzungen zu heilen.

Eigentlich ist es genau wie bei körperlichen Verletzungen, erstmal genau hingucken was passiert ist und dann Luft ran lassen! Nur so können Wunden heilen. Unter dem „Pflaster“ schwelen sie sonst unentdeckt weiter und es wird schlimmer als nötig.

  1. Die Hoffnung (fast) aufgegeben

Wenn Frauen seit Jahren allein sind, haben sie oft die Hoffnung auf gegeben, dass es noch klappt mit einem Mann. Sie gehen nicht mehr aus und sie gucken sich auch nirgends aktiv nach einem Mann um. Sie wünschen sich aber insgeheim, dass er irgendwann – vielleicht aus dem Sofakissen – auftaucht und wieder Liebe in ihr Leben bringt.

Hier rate ich dazu, sich der eigenen Weiblichkeit wieder zu zu wenden. Sie zum Beispiel mal wieder hübsch zu machen und ganz bewusst den Blick schweifen zu lassen. Auch gerne im Internet auf Datingprotalen. Und nicht gleich nach den ersten 2 oder 3 Fehlgrifffen aufgeben. Es geht darum, sich selbst attraktiv zu finden und für das Finden eines Partners auch aktiv etwas zu tun. Denn, wer sich gehen lässt oder im Selbstmitleid stecken bleibt, wirkt wenig anziehend auf einen Partner.

  1. Ich habe keinen Mann verdient

Es gibt sie, diese Frauen, die entweder noch nie einen richtigen Freund hatten oder immer nur ganz kurze Beziehungen geführt haben. Sie sind innerlich davon überzeugt, dass sie einen Mann gar nicht verdient haben. Sie haben eigentlich sogar Angst vor ihnen.

Hier liegt der Verdacht sehr nahe, dass sie verstrickt sind mit dem Schicksal einer anderen Person aus ihrer Familie. Aus einer unbewussten Loyalität zum Familiensystem erlauben sie sich keine glückliche Partnerschaft. Ein Blick auf das System zeigt dann mit wem sie innerlich verbunden sind. Dieser Blick lohnt sich unbedingt, denn es gibt Wege sich daraus zu befreien und sein eigenes Schicksal zu leben statt das einer anderen Person aus dem System. Und dann kann die Partnersuche erneut angegangen werden, frei von systemischen Verstrickungen.

  1. Einsame Witwen

Und dann sind da noch die Frauen, die ihren Partner wirklich verloren haben. Er wurde ihnen genommen und sie leiden unter schrecklicher Einsamkeit. Sie trauen sich nicht eine neue Beziehung einzugehen, weil es sich so anfühlt, als würden sie ihren verstorbenen Partner verraten.

Selbstverständlich braucht es Zeit, die Trauer und den Schmerz über den Verlust zu verarbeiten. Und trotzdem ist es nach einiger Zeit völlig richtig, sich weiter zu entwickeln und sich wieder dem Leben und sogar einem anderen Partner zuzuwenden. Wie lange die Zeit der Trauer dauert, weiß jede Betroffene selbst am besten. Es gibt hier überhaupt keine Vorgaben.

Aber wenn es so weit ist, dann spürt sie, dass es weiter gehen darf und, dass das auch ganz im Sinne des verstorbenen Partners wäre. Wenn dieser sie nämlich wirklich geliebt hat, hätte er auf keinen gewollt, dass sie einsam und unglücklich bleibt.

Diese Muster finden sich natürlich in abgewandelter Form auch bei Männern. Gerne biete ich meine Hilfe bei der Partnersuche an, gerade wenn es den Verdacht gibt, es könnte ein Problem aus dem System dahinter stecken, dass diese Suche erfolglos ist.

Ich bin sicher, es lohnt sich, sich auf eine Partnerschaft einzulassen, egal in welchem Alter und mit welcher Vorgeschichte.

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