Wie du lernst deinen Partner zu lieben OHNE ihn zu ändern!

Liebe und Partnerschaft

Kann man lieben lernen?

JA! Frauen sind allerdings extrem gefährdet, ihren Partner ändern zu wollen

Am Anfang ist alles wunderschön und er ist der tollste Mann der Welt

Alles an ihm ist bezaubernd, großartig und beeindruckend. Nach der Phase des Verliebtseins beginnt die Realität und du stellst fest, dass auch dieser Partner wieder „nur“ ein Mensch ist. Entscheidend ist nun, wie du mit den ärgerlich machenden Anteilen deines Partners umgehst. Du hast drei Möglichkeiten:

  1. Du trennst dich, weil du mit so einem Monster auf gar keinen Fall zusammen bleiben kannst und willst. Das kann eine Lösung sein, wirft jedoch die Frage auf, in WEN hattest du dich dann damals verliebt? Wählst du diese Möglichkeit und damit die Trennung, passiert fast immer etwas sehr Spannendes! Der nächste Partner zeigt dir das gleiche Problem – aber diesmal von der anderen Seite!
    Mal angenommen du hast dich von deinem Partner getrennt, weil es einfach unmöglich war mit ihm über Gefühle zu sprechen! Jeder Versuch ein Gespräch über die Beziehung zu führen, hatte zur Folge, dass er sich zurück zog. Das Ergebnis war jedesmal das gleiche: unerträgliches Schweigen! Es war also absolut klar, dass dieser Mann nicht der richtige ist und, dass er als Partner definitv nicht in Frage kommt! Also trennst du dich, denn so sollte eine Beziehung nicht sein!
    Dann kommt dieser NEUE MANN in dein Leben. Du verliebst dich heftig, denn er ist das komplette Gegenteil des früheren Partners!
    Dieser Mann WILL reden! Er ist sogar ganz besonders an deinen Gefühlen interessiert und du denkst: Wow das ist er! Der BEZIEHUNG-JACKPOT! Endlich werden alle meine Beziehungswünsche erfüllt!
    Doch dann – du ahnst es sicher schon – kommt die Realität ins Spiel, alle Weichzeichner verschwinden und vor dir steht mal wieder „nur“ ein Mensch! Urplötzlich geht dir sein ewiges Redenwollen über DEINE Gefühle und eure Beziehung auf die Nerven! Manchmal wünschst du dir sogar den früheren Partner zurück und du leistest in Gedanken Abbitte für das, was du ihm zugemutet hast. Plötzlich hast du die Gelegenheit seine damalige Sicht der Situation am eigenen Leib zu erfahren. Und du stellst fest, es nervt, wenn jemand ständig reden will, wo es nichts zu reden gibt! Jetzt taucht natürlich wieder die Möglichkeit der Trennung auf, denn offensichtlich ist auch dieser Jackpot kein Gewinn!
    Oder du entscheidest dich für Möglichkeit 2.
  2. Du bleibst bei dem Mann und denkst dir „Den nehme ich erstmal und diese Macken, die mir auf die Nerven gehen, werde ich ihm im Laufe der Zeit schon abgewöhnen
    Und somit betrittst du die perfekte Bühne für ein endloses Beziehungstheater. NATÜRLICH wirst du ihm diese Macken nicht abgewöhnen! Sie werden im Gegenteil noch VIEL schlimmer!!! Endlos werdet ihr darüber streiten, denn du hast ja jetzt die Idee ihn zu verändern. Du weißt, wie er eigentlich sein sollte!
    Wie behandelst du deinen Partner mit dieser Einstellung? Wie ein Kind! Statt ihn zu achten und als ebenbürtig wahrzunehmen denkst du, nur du kennst die richtige und beste Version seiner selbst. Du bist überzeugt zu wissen, was gut für ihn ist und, dass du ja nur das Beste für ihn willst. Was ist die logische Konsequenz aus so einer Behandlung? Er wehrt sich! Selbstverständlich muss er sich wehren, denn wenn er das nicht tut, würde er sich selbst verleugnen. Die lieben lernen, den Partner nehmen wie er ist?Folge davon ist Flucht und mal wieder Trennung.
    Was also tun? Es bleibt noch Möglichkeit 3. Es ist die unbequemste Möglichkeit für dich und dein Ego. Es ist aber auch die EINZIGE Möglichkeit für eine gute gemeinsame Zukunft.

     

  1. Du schaust dir das Thema genauer an!
    Endlich wird es spannend, denn nun befindest du dich in dem Bereich, in dem du tatsächlich wirksam etwas verändern kannst! Es ist egal, WAS dich am Partner nervt, du kannst immer wie folgt vorgehen und das Thema wird mit der Zeit kein großer Aufreger mehr sein. Versprochen!

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Lieben lernen

  • Beginne erstmal damit alles rauszulassen. Rege dich extrem darüber auf!!! Schimpfe laut und deutlich ohne etwas zurück zu halten. Tue das aber allein und nur für dich. Lass deinen Partner damit in Ruhe, denn es geht um dich und deine Reaktion und eigentlich nicht um ihn. Es kann gar nicht banal, blöd oder sogar bösartig genug sein. Merk dir alles genau. Schreib es am besten auf.
    Was ist es, das echt nicht geht?
    Die Unordnung, die dein Partner in Sekunden herstellt? Sein Schweigen, wenn das Gespräch sich endlich den wichtigen Dingen zuwendet? Die Blicke die er anderen Frauen zuwirft? Sein Geiz? Was auch immer es ist. Schreibe genau auf wie es dir damit geht und was dich daran nervt!
  • Notiere dir als nächstes, was der Partner anders machen soll! Also wie es richtig wäre in deinen Augen! Wie sollte er reagieren, was sollte er sagen oder tun? Auch hier ist es wichtig ins Detail zu gehen und nichts zurück zu halten. Du weißt genau was besser wäre! Hast du vielleicht auch einen Traummann vor Augen, der immer alles genau richtig macht? Schreibe es auf.
  • Und jetzt kommt das Wichtigste! Drehe es um.
    Finde mindestens eine Situation, in der du genauso gehandelst wie dein Partner. Glaube mir es gibt diese Situation. Sicher warst du als Kind oder in einer früherern Beziehung oder gegenüber deiner besten Freundin ganz genau so wie dein Partner jetzt!
    Das geht gar nicht anders. Sonst würde dich das Verhalten deines Partners nicht so aufregen.
    Du ärgerst dich über den Splitter im Auge des anderen, WEIL du dich nicht mit dem Balken im eignen Auge beschäftigen WILLST.
  • Und nun musst du dich nur noch auf die nächste Situation freuen, in der das Problem wieder auftaucht. Statt dich darüber aufzuregen, denkst du an die Situation in der du genauso gehandelt hast. Allein dadurch nimmst du dir selbst den Wind aus den Segeln. Mehr brauchst du nicht zu tun, der Rest ergibt sich dann aus dem weiteren Miteinander und mit der Zeit wird das Thema unwichtig.

 

Du siehst, du selbst hast die Wahl. Wie willst du mit den vermeintlichen Fehlern deines Partners umgehen?
Willst du weiterhin alle Partner aussortieren, die dich mit ihrem Verhalten nerven?
Willst du deinen Partner umerziehen wie ein Kind?
Oder willst du endlich etwas über dich selbst lernen?

DU hast die Wahl!

Die Köngisklasse, um zu lernen sich selbst mehr zu lieben, hat Byron Katie entwickelt. Hole dir gleich ihr Buch „The Work“ und arbeite an deiner Selbstliebe es lohnt sich.

 

4 Comments

  • Arno Ostländer

    Reply Reply 15. Januar 2016

    The Work ist eine wunderbare Arbeit und es ist wichtig, dass wir unseren Partner ebenso respektieren wie uns selbst. Veränderung kann geschehen und auch sinnvoll sein. Diese dürfen wir aber nicht unserem Partner abverlangen. Wichtig ist in meinen Augen, dass wir uns klar zu uns selbst bekennen und schauen, wie zu-frieden wir sind.

    Veränderungswünsche sind gut, uns selbst zu hinterfragen oftmals der Schlüssel.

    Warum halte ich an einer Partnerschaft fest, obwohl ich unzufrieden bin?

    Das ist eine zentrale Frage, die es zu klären gibt. „The Work“ kann eine sinnvolle Bereicherung sein.

    • Manuela

      Reply Reply 15. Januar 2016

      Hallo Herr Ostländer,
      natürlich MUSS ich nicht an jeder Beziehung festhalten und schon gar nicht um jeden Preis. Veränderung kann ich allerdings nur in mir selbst bewirken und manchmal hat das zur Folge, dass sich durch meine geänderte innere Haltung plötzlich auch mein Partner ändern kann. Die Kunst ist hier jedoch, NICHT darauf zu hoffen.
      An einer Beziehung fest zu halten ist manchmal auch „nur“ eine Form der Wertschätzung und Achtung vor dem, was beide Partner sich bereits geschenkt haben. In dieser Wertschätzung liegt häufig ein Schatz verborgen, den es zu heben gilt. Dafür benötigt eine Beziehung Zeit und Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse.

  • Raum für Euch

    Reply Reply 25. Januar 2018

    Hallo Manuela,
    schön beschrieben, wie wir uns in neuen Partnerschaften immer wieder selbst mitnehmen, d.h. dass wir nicht so leicht auch unserer Haut herauskönnen. Liebe zu anderen beginnt immer mit Selbstmitgefühl.
    Eine bewusste Entscheidung für eine Beziehung, ein „Ja“ zum Partner/ zur Partnerin (und nicht permanent zu überprüfen, ob der Andere denn so „richtig“ ist) ermöglicht Nähe und Respekt, so dass es gelingen kann, den Einen/ die Eine auf unterschiedliche Art zu lieben. Über die entstehende Nähe können wir uns dann trauen, uns selbst so zu geben, wie wir sind.
    Herzliche Grüße
    Maren und Alexander

    • Manuela

      Reply Reply 25. Januar 2018

      DANKE für den Kommentar. Das freut mich, wenn solche Profis wie ihr Freude an meinen Artikeln haben. Liebe Grüße – Manuela

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